Bekehrung

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 JA

Bekehrung – braucht es das in einem geistlichen Leben, wir stehen doch in der engeren Nachfolge Christi? Ja, wir sind davon nicht ausgenommen.
Der Bekehrung oder Um-kehr bedürfen wir alle zeitlebens.
Das meint nicht unbedingt eine radikale Verwandlung im Sinne einer totalen Kehrtwende, sondern vielfach „Feinarbeit“ an uns selbst, d.h. letztlich Vertiefung, Intensivierung, Neu-belebung der Beziehung zu Gott.
Gott schenkt uns immer wieder einen neuen Anfang.

Die 40 Tage der vorösterlichen Bußzeit laden uns ein, unser Leben neu in Blick zu nehmen, sich in Enthaltsamkeit und Gebet neu zu orientieren, an Gott festzumachen. Wer sich ernsthaft mit sich auseinandersetzt, wird bei sich zum einen auf Enttäuschungen und Verwundungen stoßen, zum anderen eigenes Versagen und Schuld erkennen.
Um mit sich selbst und auch mit anderen ins Reine zu kommen, braucht es die ständige Bereitschaft, an sich zu arbeiten und sich zu wandeln.
Dies ist Auftrag an jede Einzelne wie auch an die Gemeinschaft.

Unser Bemühen um Bekehrung zeigt sich in der Offenheit für andere und der Bereitschaft zur Veränderung ebenso wie im Bejahen der Verschiedenheit, in der demütigen Annahme unserer eigenen Unzulänglichkeiten, im gegenseitigen Bekennen und Verzeihen der Schuld oder darin, dass wir Verantwortung tragen für unser eigenes inneres Leben und die Qualität unseres apostolischen Dienstes oder dass wir bestrebt sind, menschliches Leid, vor allem das der Armen, zu lindern. (GD 51)

März 2015

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